Nicht jede Aufgabe lohnt die Automatisierung

Automatisierung hat einen Preis: Sie muss gebaut und danach gepflegt werden. Die Frage ist also nie „Können wir das automatisieren?“ — fast alles lässt sich automatisieren. Die Frage ist, welche Aufgaben diesen Preis rasch zurückzahlen und welche besser bei einem Menschen bleiben. Diese Reihenfolge richtig zu treffen ist der größte Teil des Werts.

Die Merkmale eines guten ersten Kandidaten

  • Häufig: Sie geschieht täglich oder viele Male am Tag, sodass sich kleine Einsparungen summieren.
  • Regelbasiert: Die Schritte sind jedes Mal gleich und brauchen kein Urteilsvermögen.
  • Klar definierte Eingaben: Die Daten kommen in vorhersehbarer Form, nicht als E-Mail im Fließtext.
  • Leicht zu prüfen: Geht etwas schief, ist es leicht zu erkennen und zu korrigieren.

Was Sie vorerst in Ruhe lassen

Alles Seltene, alles, was sich jedes Mal ändert, und alles, wo eine falsche Antwort teuer und schwer zu bemerken ist. Einen unordentlichen Prozess zu automatisieren macht die Unordnung nur schneller. Muss eine Aufgabe erst aufgeräumt werden, bevor ein Mensch sie verlässlich erledigt, muss sie das auch, bevor eine Maschine es kann.

Klein anfangen, dann dem Schmerz folgen

Die beste erste Automatisierung ist eine, die niemand vermissen wird — eine eintönige, tägliche Aufgabe, die keiner mag. Bringen Sie sie in Betrieb, lassen Sie die Menschen die zurückgewonnene Zeit spüren und folgen Sie dann der nächsten Klage. So gemacht, schafft Automatisierung Vertrauen statt Unruhe, und die Roadmap schreibt sich aus dem, was die Leute tatsächlich ausbremst.